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83 Jugendliche wurden in Traunstein gefirmt

83 Jugendliche wurden am Samstag, den 21.04.2018, in Traunstein von Domkapitular Monsignore Thomas Schlichting gefirmt. Die Firmlinge kamen in kleinen Gruppen mit ihren Firmpaten vor den Altar und erhielten dort das Sakrament.

Traunstein (awi). 83 Jugendliche wurden am Samstag in Traunstein gefirmt und bekräftigten mit ihrem Glaubensschritt den eingeschlagenen Weg, den sie und ihre Familien mit der Taufe begonnen haben. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Stadtpfarrkirche wurden 39 Jugendliche aus den 8. Klassen gefirmt, 18 davon sind Mädchen, 21 Buben. Die Firmung wurde für die Kinder aus St. Oswald (23) und Kammer (16) durchgeführt. Die Jugendlichen gestalteten den Gottesdienst in Teilen mit.  

Domkapitular Monsignore Thomas Schlichting sagte in seiner Festpredigt man feiere heute „gemeinsam Gottes Geist im individuellen Leben.“ In Anlehnung an die vorgelesene neutestamentliche Stelle der Geistesausgießung in der Apostelgeschichte sagte er: „Es gibt eine Sprache des Herzens, die alle verstehen“ so der „Kaplan seiner Heiligkeit“, der den Ehrentitel im Dezember 2011 vom emeritierten Papst Benedikt XVI. verliehen bekam. Er legte besonderen Wert darauf, dass die Geistesgabe in der Gruppe beziehungsweise auch in der Kirche erst zur vollen Entfaltung komme. In der Taufe hätten die Paten beziehungsweise Eltern stellvertretend den Glauben für die damaligen Kleinkinder bekannt. „Nun könnt ihr das selber tun“ sagte Thomas Schlichting und sprach den Firmlingen ein Glaubensbekenntnis vor, das sie mit einem „ich glaube“ beantworteten.

Im Nachgang kamen die Firmlinge mit ihren Paten nach vorne, bekamen das katholische Sakrament der Firmung gespendet und wurden mit Öl – dem Symbol für den Heiligen Geist in der Kirche – gesalbt.  

Damit war aber noch nicht Schluss: Nach dem Festgottesdienst und dem obligatorischen gemeinsamen Foto mit allen Firmlingen ging es zum Stehempfang in den Pfarrsaal St. Oswald. Die traditionell überreichte Bibel soll die jungen Menschen auf ihrem Lebensweg begleiten und so manche findet später einen Platz im heimischen Bücherregal oder Nachttisch – und vielleicht auch einmal als Ratgeber oder Tröster in schwierigen Lebenslagen. Hinterher ging es dann für die Firmlinge und ihre Familien an einem traumhaft schönen Frühlingstag zur organisierten Familienfeier oder einem gemeinsamen Essen.

Eine lange Vorbereitungszeit ging der Firmung vor, wobei diese jede Pfarrei individuell gestaltete. In Kammer standen beispielsweise Gruppenstunden mit Firmhelfern auf dem Programm. In St. Oswald beschäftigten sich die jungen Christen an drei Firmsamstagen und einem Wochenende mit geistlichen Themen und der Beziehung zu Gott. Der Unterricht hatte eine recht praktische Komponente. So mussten die Jugendlichen ein Praktikum machen und beispielsweise im Kindergarten oder im Altenheim helfen. Obligatorisch war der Besuch von fünf Gottesdiensten. Aber auch Gemeinschaftsaktivitäten und –erlebnisse standen auf dem Programm. „Das Highlight aus der Sicht der Firmlinge von St. Oswald war ein Wochenende in St. Leonhard mit gemeinsamen Kochen, einer Nachtwanderung und Freude an der Gemeinschaft“ so Gemeindereferent Ulrich Englmaier der für St. Oswald für die Vorbereitung verantwortlich zeichnete, während sich Pastoralreferent Robert Hintereder um die jungen Gläubigen in Kammer kümmerte.

Am Nachmittag konnten sich Firmlinge, Firmpaten und ihre Familien aus den Pfarreien Haslach (23) und Hl. Kreuz (21) über einen Festtag freuen. Sie feierten den Glaubensschritt in einem eigenen Festgottesdienst. 13 Mädchen und 10 Buben kamen aus Haslach, 9 Mädchen und 12 Buben aus Hl. Kreuz.

© Andreas Wittenzellner