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63 jungen Gläubigen das Sakrament der Firmung gespendet

Weihbischof Wolfgang Bischof richtet sehr persönliche Worte an die Firmlinge und spricht ihnen den Heiligen Geist zu

Traunstein (awi). Geistlicher Festtag für 63 Teenager und ihre Familien am Samstag in Traunstein: Sie bekamen von Weihbischof Wolfgang Bischof nach mehrmonatiger Vorbereitung das katholische Sakrament der Firmung gespendet mit dem sie nach der Taufe und der Erstkommunion tiefer in die Glaubensgemeinschaft der Kirche hineingenommen werden. Verbunden mit der Salbung war das Gebet um das Empfangen des Heiligen Geistes.

Die Stadtpfarrkirche stand aufgrund der Kirchensanierung nicht zur Verfügung, und so wurde am Vormittag in Heilig Kreuz die Firmung für 36 Firmlinge (davon 22 Mädchen und 14 Buben) durchgeführt. Am Nachmittag waren es in der Pfarrkirche Maria Verkündigung in Haslach dann 27 Firmlinge aus den beiden Pfarreien Haslach und Kammer (davon 15 Mädchen und 12 Buben).

Rund vier Monate haben sie sich im Vorfeld in jeweils pfarreispezifisch abgehaltenen Gruppenstunden auf den großen Tag vorbereitet. Mit auf dem Programm standen auch Praktika, Einkehrwochen und Ausflüge. So führte der Weg die Heilig Kreuzer Firmlinge beispielsweise nach Altötting. Auch die Firmbeichte wurde abgenommen. Firmhelfer unterstützen die jungen Gläubigen in ihrer Vorbereitung. Gemeindereferent Ulrich Englmaier war für die Vorbereitung in Sankt Oswald, Pfarrvikar Christoph Zirkelbach für Heilig Kreuz, Kaplan Martin Gehringer für Haslach und Pastoralreferent Robert Hintereder für die Pfarrei Kammer hauptverantwortlich zuständig.

In dem würdig gestalteten Festgottesdienst gab es keine Kanzelpredigt von Weihbischof Wolfgang Bischof. Das Mikrofon in die Hand nehmend, stellte er sich unter die Jugendlichen und hinterfragte, ob in der Kirche alles „von gestern“ sei? Warum seien dann so viele junge Menschen da und auch er müsse sich fragen, warum er gekommen sei, gehöre er doch auch zu denen, die die Macht missbrauchen würden, wie kirchlichen Würdenträgern ja zuletzt auch im Missbrauchsskandal oft pauschalisierend vorgeworfen wurde. Der Zerreisprobe, in der sich die Kirchen teilweise befinden, stellte er die „Familie des Glaubens“ gegenüber, in dem ein göttlicher Geist die Menschen zusammenhalte. „Es gibt so etwas wie einen Familiengeist in der Kirche“ womit er dann bei der Überleitung zum Sakrament der Firmung war. Gottes Geist sei der von seinem Sohn Jesus Christus zugesagte Begleiter. Diese Gabe Gottes sprach er den jungen Firmlingen nach einigen Gemeinschaftsfragen zu, die in der Gruppe ausgesprochen wie das persönliche individuelle Glaubensbekenntnis der jungen Menschen wirkte. Im Nachgang traten die jungen Firmlinge einzeln mit ihren Paten vor den Firmspender. Der Weihbischof machte ihnen dabei mit Salböl ein Kreuz auf die Stirn.

Der rund 20-köpfige „Projektchor Firmung“ unter der Leitung von Kirchenmusiker Manfred Müller sorgte für festliche, geistliche Klänge in Heilig Kreuz. Nach den Festgottesdiensten gab es dann in den Pfarrheimen jeweils noch ein persönliches Treffen mit dem Weihbischof, bei dem den jungen Firmlingen eine Bibel überreicht wurde. Für viele Familien war der Festtag im Nachgang zur Firmung verbunden mit einer anschließenden Familienfeier.

 

Bilder:

1.jpg: Nah am Gläubigen: Weihbischof Wolfgang Bischof sprach zu den Firmlingen.

2.jpg: 63 Firmlinge empfingen das Sakrament.

Bericht: Andreas Wittenzellner